Affenpocken: auch Spanien betroffen – Gesundheitsministerium warnt

Die am 15. Mai erstmals in Großbritannien nachgewiesenen Infektionsfälle mit sogenannten „Affenpocken“ breiten sich offensichtlich weltweit aus. Auch Spaniens Gesundheitsministerium in Madrid meldete gestern sieben vorläufig als positiv eingestufte Fälle für das Affenpockenvirus sowie weitere 22 Verdachtsfälle. Das Virus tritt normalerweise überwiegend in Afrika auf und wird durch Kontakt mit einer infizierten Person oder deren Körperflüssigkeiten – einschließlich Speichel übertragen. Auch die USA meldeten heute die ersten nachgewiesenen Fälle. Bei den sogenannten Affenpocken handelt es sich um eine sehr seltene, meist aber relativ „gutartige“ Krankheit. Die Betroffenen leiden unter grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, geschwollenen Lymphknoten, Schüttelfrost und Müdigkeit. Dazu kommen pockenartige Hautausschläge am ganzen Körper, meist einschließlich der Genitalien. Der Infektionsverlauf besteht aus mehreren Stadien und am Ende verkrusten die auftretenden Pocken und fallen ab. Somit ist das Krankheitsbild ähnlich wie bei Windpocken und es gibt außer dem Medikament Tecovirimat – einem antiviralen Wirkstoff – bisher keine Behandlung dafür. Die wichtigste medizinische Maßnahme ist die Isolation der betroffenen Person (Quarantäne). Wohnung, Kleidung und andere Gegenstände, mit denen der Betroffene in Kontakt kam, müssen generell desinfiziert werden. Bis zum Ende der Erkrankung dauert es i.d.R. ca. 3-5 Wochen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat am Dienstag angekündigt, die erstmals Mitte Mai in Großbritannien diagnostizierten Fälle detailliert untersuchen zu wollen, da sie vor allem in der homosexuellen Gemeinschaft auftraten.

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