Die Lockerungen in den „Deeskalationsphasen“ führen offensichtlich wieder zu einen Anstieg der Infektionszahlen mit dem Coronavirus COVID-19 auch in unserer Region. Die autonome Regierung in Valencia ist deshalb ernsthaft besorgt über die „Nachlässigkeit bei Treffen zwischen Menschen während der Deeskalation“ gerade in Gebieten, die bisher kaum nennenswerte Infektionszahlen vorweisen, wie es aus Regierungskreisen in Valencia verlautet.

Es wurden gestern Zahlen bekannt, die diese Besorgnis untermauern. Neue Infektionen wurden z.B. festgestellt in: Valencia (52), Gandia (2), Denia (3), Pedreguer (1), Calpe (2), Altea (1), Benidorm (4) und Alicante (30). Die Regierung und auch wir von calpino.com bitten deshalb alle Menschen in unserem Land um Vorsicht und Wachsamkeit gegenüber der Gefahr einer Ansteckung. Die konsequente Einhaltung der bestehenden Abstands- und Hygieneregeln – gerade im öffentlichen Raum – ist weiterhin zwingend notwendig, um den „Deeskalationsprozess“ erfolgreich zu bestehen und dieses Virus aus unserer Gesellschaft endgültig zu entfernen. Eine einzige Nachlässigkeit beim Zusammensein mit Freunden oder auf einer Terrasse einer Bar kann ausreichen, damit alle bisher erlangten Freiheiten sehr schnell auch wieder aufhören.

Man sieht es täglich, wenn man draußen unterwegs ist: da wird eng zusammen gesessen, da wird über die Schulter mit vollem „Körperkontakt“ aufs Handy des Nachbarn geschaut, als sei nie etwas gewesen, da wird sich sogar mit Küsschen rechts und links begrüßt… Man hat oftmals gerade auf Terrassen den Eindruck, insbesondere jüngere Menschen scheinen immer noch nicht begriffen zu haben, in welcher Situation wir uns eigentlich befinden.

Jede Unterlassung, jede Nachlässigkeit, schon jeder „lockere Kontakt“ und insbesondere „lockeres, fröhliches Zusammensitzen in Gruppen“ ohne Abstandsregeln zu beachten, kann zu einer neuen Infektionswelle und dann wieder zu zwingend notwendigen Quarantänemaßnahmen in einem ganzen Ort oder einer Provinz führen. Also, halten Sie bitte Abstand und achten Sie auf Hygiene. Die Ansteckungsgefahr ist real weiterhin vorhanden, sie ist unsichtbar und kann überall lauern. Ein Rückfall, sei er auch in der Anfangsphase noch so gering, kann dazu führen, dass sich das Virus wieder unkontrolliert ausbreitet.

Wir haben hier bereits mehrfach, u.a. auch in einem Kommentar, auf diese Gefahren hingewiesen und bleiben bei unserer Einschätzung, dass offensichtlich manche Menschen glauben, „wir hätten es hinter uns“ und durch teilweise wirklich verantwortungsloses Handeln all das gefährden, was wir alle mit 8 Wochen „Hausarrest“ bisher erreicht haben. Deshalb stehen wir von calpino.com auch der geplanten Öffnung für Auslandstourismus weiterhin sehr kritisch gegenüber.

Wir bitten alle unsere Leser nochmals sehr eindringlich, diese Pandemie ernst zu nehmen. Jede neue Infektionswelle könnte uns wirklich in eine gesellschaftliche und auch ökonomische Katastrophe führen! Wir können uns nicht so verhalten, als sei dieses Virus nicht mehr hier. Es ist unter uns und die Gefahr ist nicht vorbei!

Mag sich jemand vorstellen, wie es sein könnte, im kommenden Hochsommer wieder mehrere Wochen mit kompletter Ausgangssperre zu leben? Danke, NEIN!

Bitte leiten Sie diesen Artikel an Freunde, Bekannte und soziale Netzwerke weiter und helfen Sie mit, das Bewusstsein für diese Gefahren zu schärfen.

Vielen Dank. Ihre Redaktion von calpino.com.

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9 Kommentare

  1. Ihr macht einen super Job hier. Endlich eine Spanienseite die aktuell informiert. Danke dafür. Ich habe euch eben eine finanzielle Unterstützung zu kommen lassen. Macht bitte weiter so!

  2. Und die Panikmache an der Costa Blanca geht weiter… Ein Problem hier scheint zu sein, dass die Massenmedien wohl zuerst Staasthilfen bekommen, damit sie weiter „berichten“ können… Und dann kann den Redakteuren ja auch egal sein, wie hoch die Kollateralschäden sind oder noch werden. ich glaube nicht, dass sich die Redaktion die Mühe gemacht hat, die Verhältnismässigkeit des shut downs zu überprüfen. Ich kann nur an die Vernunft der Leser appelieren, dass sie selbst denken lernen, und sich anderweitig informieren… z.B. über die starke Zunahme von Selbstmorden, nicht rechtzeitig erkannten Herzattacken, Kindesmißhandlungen, und zu spät operierte Krebspatienten. Was Letztere angeht gibt es seriöse Schätzungen, dass nach der letzten Finanzkrise ca. 500.000 Menschen weltweit starben. Von den Suiziden und psychischen Schäden ganz zu schweigen… https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/krebstote-durch-finanzkrise-zusaetzlich-starben-500-000-menschen-a-1094316.html

    1. Endlich Jenand der mitdenkt!!!
      Die Leute vergessen, a) wo das Epizentrum war, b) dass Hygiene eigentlich normal sein sollte!! Die Küste wäre wenig betroffen gewesen wenn, Sanchez sofort nach Ausbruch Madrid und Barcelona abgeschottet hätte. Stattdessen kamen alle in ihre Ferienwohnungen und Häuser aus Madrid und schleppten den Virus mit.
      Außerdem wird es immer, auch in nächster Zukunft „Grippewellen“ geben!! Ich erinnere da nur an Novo Virus ganz zu schweigen an die so genannte ‚Spanische Grippe‘ die Millionen dahin gerafft hat.
      Das ist wie beim Krieg eben, leider immer eine „Säuberung “ wenn eine Überbevölkerung da ist. Die Ressourcen, so predigt man uns, sind doch eh knapp in der Zukunft!

  3. @KLAUS JÜRGENS ich danke Ihnen für ihren Kommentar und stimme dem auch vollkommen zu. Ja ich finde es sogar schon fast unverantwortlich wie dieser Artikel hier vor Panikmache nur so strotzt, die völlig unnötig wäre! Da andere Zahlen für die Provinz Valencia veröffentlicht wurden:
    Zitat:
    „01 JUNI 2020 – 08: 31
    Die valencianische Gemeinschaft registriert zum ersten Mal seit dem 17. März keine Verstorbenen des Coronavirus in den letzten 24 Stunden. Auf diese Weise bleibt die Gesamtzahl der Todesfälle bei 1.432 Menschen. Darüber hinaus wurden insgesamt 57 neue Krankenhausentlassungen an Patienten mit Coronavirus durchgeführt, was die Gesamtzahl der in der valencianischen Gemeinschaft geheilten Patienten auf 12.179 erhöht.

    Die Zahl der in der valencianischen Gemeinschaft hospitalisierten Patienten mit Coronavirus nimmt weiter ab. Derzeit leben 156 Personen in valencianischen Krankenhäusern. Was neue positive Fälle betrifft, so wurden seit dem Update an diesem Samstag zwei neue Fälle durch PCR entdeckt, was die Gesamtzahl der positiven Fälle seit Beginn der Pandemie auf 2 erhöht.“Zitat Ende!
    Auch Calpe tritt mit dem heutigen Tag in Phase 2, das würden sie nicht tun, wenn solch eine Panik angebracht wäre!
    Mittlerweile ist das Hauptproblem diese Panik, die einzelne Leute verbreiten, denn dadurch entsteht noch mehr Schaden, als bisher durch die ganze Hysterie schon entstanden ist!
    Deshalb sage ich nicht, dass man keine Vorsicht walten lassen sollte, dass muss und kann jeder für sich selbst entscheiden und natürlich sollten gerade die gefährdeten Gruppen, also mit Vorerkrankungen, sich an die Vorsichtsmaßnahmen penibel dran halten, aber bitte hört auf die absolute Hysterie verbreiten zu wollen, denn danach hört sich dieser Artikel an!

    1. Author

      Anm. der Redaktion:
      unser Beitrag ist vom 31. Mai, Sie beziehen sich auf Zahlen vom 1. Juni… Logisch sind Ihre Zahlen dann andere Zahlen, da neuer, so wie jeden Tag ;-)
      Wir können in diesem Beitrag auch weder Hysterie noch Panikmache erkennen. Wir beschreiben Dinge, die man täglich sieht, wenn man sich draußen bewegt und weisen unsere Leser, übigens genau wie die valencianische Regierung, auf deren Aussage sich unser Artikel auch bezieht, darauf hin, dass man bitte weiterhin vorsichtig sein soll, dass das Virus nicht verschwunden ist und das bitte diese Pandemie weiterhin ernst zu nehmen ist. Das zeigen auch die heutigen Zahlen der Comunidad Velenciana, nach denen 5 Personen neu in Kankenhausbehandlung eingewiesen wurden. Pedro Sánchezs sagte am Wochenende: „Es ist logisch, dass wir eine große Erleichterung verspüren, wenn wir sehen, was erreicht wurde. Wir müssen jedoch weiterhin sehr vorsichtig sein und die festgelegten Normen einhalten und uns auf die individuelle Verantwortung konzentrieren, die für den Schutz der Gesundheit Aller unerlässlich ist.“

      Auf dieses Zitat bezogen würden wir Ihnen anraten, unseren Artikel nochmals – ganz in Ruhe – zu lesen.

      Ihr Kommentar verwirrt zum einen durch Zahlenvergleiche, die allein von der Zeitachse her gesehen nicht funktionieren können und erzeugt zudem durch Ihre Wortwahl und unzählige Ausrufezeichen in weiten Teilen Ihrer Aussagen sicher mehr Panikmache als unsere Berichterstattung zu diesem Thema.
      Vielen Dank. Ihre Redaktion.

    2. AN HERR JÜRGENS: Ihr Kommentar ist eine Frechheit! So kann echt nur einer schreiben der nicht in Spanien wohnt und das alles nicht mit erlebt hat.

    3. @ Sirina und Klaus Jürgens: Ihre Kommentare hier sind einfach ekelhaft. Mehr als 27000 Tote bei uns und Sie schreiben von Panikmache. Einfach unfassbar ist das was Sie hier kommentieren. Ekelhaft und kalt! Man sollte Ihnen das Virus in voller Gnadenlosigkeit wünschen. Danach schreiben Sie anders! Ich könnte kotzen wenn ich das lese.

  4. Ich verstehe nicht wie man da von Panikmachen reden kann. Wir haben doch alles gesehen was los war. Mein Bruder ist gestorben an dem Virus!!!! Soviel Arroganz wie einige hier schreiben zeigt nur das eure Warnungen richtig sind.

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