Calpe: Ana Sala verärgert über Verbleiben in Phase 1

Ana Sala, Bürgermeisterin von Calpe, ist verärgert, dass unsere Region am kommenden Montag nicht in „Phase 2“ des Deeskalationsplans eintreten wird. In einem Interview mit elperiòdic.com betonte sie, dass „wir es verdient hätten“, in Phase 2 überzugehen, da die Marina Alta sehr weit unten auf der Liste der Ansteckungen und Todesfälle stehe. Sie betonte gleichzeitig, dass trotz allem Geduld angesagt sei und man die Entscheidung der Regierung in Valencia akzeptiere, dass dies aber andererseits eine massive Benachteiligung gerade für die Unternehmen in Calpe bedeuten würde. Sie bemängelte auch, dass vor dieser Entscheidung „niemand diejenigen von uns gefragt hat, die sich bereits in Phase 1 befanden“. Bezugnehmend auf die bisherigen Hilfen der Stadt wies sie darauf hin, dass Calpe allein im Sozialbereich 250.000 € ausgegeben habe, um es hilfsbedürftigen Bürgern und Familien zu ermöglichen, Grundnahrungsmittel, Medikamente und Hygieneprodukte zu kaufen. „Die Situation ist unter Kontrolle, weil niemandem das Essen fehlt“ sagte Sala. Sie wies auch darauf hin, dass man dem Bausektor helfe, indem man die Erlaubnis erteilt habe, auch im August arbeiten zu dürfen und der Gastronomie ermöglicht habe, Gehwege und Strassen für Terrassen zu nutzen, ohne dafür Gebühren zahlen zu müssen. Bezüglich ihrer Erwartungen an die kommende Sommersaison sagte Sala, hier herrsche noch viel „Unsicherheit“, da bisher alle fünfzehn Tage der sogenannte Alarmzustand verlängert wurde, was bedeute, „reguliert“ zu werden. Ein Ende dieser Beschränkungen durch den Alarmzustand lasse auch den Kommunen und Gemeinden wieder eine viel größere Freiheit. Wie der Ablauf zur Nutzung der Strände geregelt werden soll, ließ sie offen, betonte aber, dass sich jeder Bürger weiterhin der Vorsichtsmaßnahmen, der Hygiene und der Abstandsregeln bewusst sein müsse. Sie wisse, das sei schwierig, aber es sei auch eine Frage der Gewöhnung, so Ana Sala.

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3 Kommentare

  1. Ich habe einen Tag von der Pandemie ein Haus gekauft in Calpe. Ich habe es noch geschafft mich am Ajuntament anzumelden als „Calpino“. Da wir es nicht mehr einrichten konnten, sind wir zurück nach Deutschland. Nun warten wir verzweifelt drauf endlich in unser Haus einziehen zu dürfen.
    Keiner kann mir richtig Auskunft geben, wann wir mit unseren Sachen einreisen dürfen. Wir sitzen auf gepackten Dingen und müssen auch hier aus Deutschland weg.
    Es ist zum verzweifeln!!

    1. Author

      Gem. der Anordnung des Innenministeriums (INT/401/2020) vom 11. Mai 2020 ist aktuell die Einreise nach Spanien nur in wenigen Sonderfällen gestattet (Haupt-Wohnsitz in Spanien, Transportwesen, Gesundheitspersonal, Transit aus Berufsgründen, diplomatisches Personal), sowie auf Grund höherer Gewalt und „sonstiger Notfallsituationen“. Zudem besteht, wenn Sie einreisen dürfen, eine 14-tägige Quarantänepflicht. Wenden Sie sich der Einfachheit halber doch an das spanische Konulat in Deutschland. Dort kann man Ihnen sicher sehr konkrete Auskünfte geben und auch mitteilen, welche Dokumente Sie benötigen, damit Sie an der Grenze nicht zurückgeschickt werden..

  2. Spanien ist mit seinen Massnahmen inzwischen ein absoluter Aussenseiter. Mit Ach und Krach hat Herr Sanchez die von ihm eigentlich gewollte 1monatige Verlängerung nun mit weiteren 14 Tagen, d.h. bis zum 7. Juli erreichen können. Warum auch immer. Er sollte mal seinen Blick über die Grenzen schweifen lassen, wo andere Länder ihm vormachen, dass es auch anders geht. Selbst das mindestens genau so betroffene Italien hat keine diktatorischen Massnahmen mehr. Wie sollen die Fluggesellschaften ihren Betrieb wieder aufnehmen, wenn nun erst ab Juli die Einreise – unter welchen Bedingungen ist ja auch noch ungewiss – wieder möglich ist. Es ist mir unerklärlich, warum man nicht ein klares Konzept vorlegen kann und von Woche zu Woche teils widersprüchliche Regelungen inkraft treten, wo selbst die ‚Ordnungshüter‘ Schwierigkeiten der Interpretation haben. Man hätte auch bei all den Massnahmen einen Unterschied machen sollen zwischen reinem Urlaubstourismus und den hiesigen gemeldeten Hausbesitzern, die Monate hier verbringen. War übrigens auch eine Felinfo in der Presse, wo es hieß, empadronamiento wäre genügend. Nun werden es 4 Monate sein, in denen ein ganzes Land lahm gelegt ist, wovon es sich, wenn überhaupt, auf lange Sicht nicht erholen wird. Nun macht Deutschland bereits Reklame als Urlaubsland.


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