Covid-19 in Spanien – wer bekommt die Impfung und wann? Was wir bisher wissen

Nachdem von der spanischen Regierung angekündigt wurde, bis Sommer 2021 den Großteil der spanischen Bevölkerung gegen Covid-19 impfen zu können, stellt sich vielen Menschen die Frage, wer wann geimpft werden soll und wie dies ablaufen könnte. Auch die vorläufigen Ankündigungen großer Pharmaunternehmen über die Wirksamkeit ihrer Impfstoffe gegen Covid-19 haben weltweit eine Debatte ausgelöst, in der die Bevölkerung sich fragt, wann die Impfung beginnen wird, wie sie sein wird, wer sie zuerst erhalten soll und welche Immunitätsgarantien sie bieten wird.

calpino.com hat die aktuell verfügbaren Informationen für Sie gesammelt und hier zusammengefasst, was wir aktuell dazu wissen:

Woher kommen die Impfstoffe?

Weltweit gibt es rund 270 Forschungsprojekte auf der Suche nach einem wirksamen Impfstoff gegen Covid-19. 56 davon befinden sich aktuell in der Phase der sogenannten “klinischen Validierung”. Zu den fortschrittlichsten Studien zählen die der amerikanischen Firma Pfizer in Kooperation mit der deutschen BioNTech, der russische Impfstoff Gam-COVID-Vac (oder Sputnik V), die Studien der britischen AstraZeneca (Universität Oxford) sowie der chinesischen Firma Sinovac.

Ebenfalls in der Endphase der Entwicklung sind die chinesischen Impfstoffe von Sinopharm aus dem Wuhan Institut und dem Beijing Institut, die amerikanischen Seren von Moderna, Novavax und Janssen Pharma-Johnson & Johnson. Es gibt noch keine in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlichten endgültigen Versuchsergebnisse, aber einige dieser Unternehmen haben Erklärungen abgegeben, in denen der Grad der Wirksamkeit ihrer Studien bekannt gegeben wurde. Der erste war Pfizer, die am 9. November eine Wirksamkeit von über 90% ankündigte, während zwei Tage später das Gamaleya Center und der russische Direktinvestitionsfonds behaupteten, der russische Sputnik V- Impfstoff sei in 92% der Fälle wirksam. Fünf Tage später meldete Moderna eine 94,5%ige  Wirksamkeit seines Impfstoffs und vergangene Woche legte Pfizer nach, indem es eine Wirksamkeit von 95% ab 28 Tagen nach der ersten Dosis ankündigte.

Wird es genug Impfstoffe geben?

Um den Kauf und Vertrieb von Impfstoffen in der EU rechtzeitig zu planen, hat die Europäische Kommission ein System für die frühzeitige Beschaffung eingerichtet, bei dem bei Bestellung noch nicht bekannt war, welche Impfstoffe wirklich wirksam sein würden. Trotzdem wurden Vorverträge geschlossen, um bestimmte Dosen von verschiedenen Laboratorien in Europa und den USA zu sichern. So gibt es Verträge mit Pfizer-BioNTech (zum Erwerb von 300 Millionen Dosen), mit Moderna (160 Millionen), mit der AstraZeneca-Universität Oxford (400 Millionen) und mit Janssen Pharma-Johnson & Johnson (weitere 400 Millionen), welche unterzeichnet sind. Geplant sind zudem Anbahnungsvereinbarungen mit der französisch-britischen Allianz Sanofi-GSK für 300 Millionen Dosen und mit der deutschen Firma Curevac (405 Millionen).

Wann beginnt die Impfung?

Die optimistischsten Prognosen deuten auf den Beginn einer allgemeinen Impfung in Europa im Januar hin. Das russische Projekt „Sputnik V“ hat bereits mit Impfungen in Russland begonnen. Die Berechnungen der WHO sehen den voraussichtlichen Start für Massenproduktion und Impfungen für Februar 2020 als wahrscheinlich an.

In Spanien geht Gesundheitsminister Salvador Illa davon aus, dass “Anfang Januar” die ersten Dosen von insgesamt 20 Millionen verabreicht werden können, mit denen 10 Millionen Menschen in Spanien immunisiert werden könnten. Bis Sommer 2020 soll dann in Spanien der Großteil der Bevölkerung geimpft sein, so dass dann von einer “Herdenimmunität” ausgegangen werden könnte, die die bisherigen Beschränkungen weitestgehend aufheben könnte.

Welche Kosten entstehen für die Impfung?

Sowohl über die generellen Kosten einer Impf-Dosis für die Bürger der EU oder Spaniens als auch über die eventuelle Übernahme der Kosten durch Krankenkassen liegen aktuell noch keine Informationen vor. Bekannt wurde aus den Vorvertragsbedingungen nur, dass eine Dosis des Impfstoffes – je nach Unternehmen – zwischen 25 und 100 US-$ kosten soll. Ob diese Kosten von den Bürgern zu tragen sind, ist aber aktuell nicht bekannt.

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