Mallorca macht den Ballermann dicht

Aufgrund excessiver Partys und Nicht-Beachtung von Abstands-Regeln und Maskenpflicht hat die Regierung der Baleareninsel Mallorca die Schließung sämtlicher Lokale in der Bier- und Schinkenstraße an der Playa de Palma angeordnet. Auch die Lokale der „britischen Hochburg“ Punta Ballena in Magaluf sind davon betroffen. Die Anordnung trete noch heute mit der Veröffentlichung des entsprechenden Beschlusses im Amtsblatt in Kraft und gilt für den Zeitraum von 2 Monaten. Verstöße werden mit hohen Geldstrafen und für Lokalbetreiber, die sich nicht daran halten, mit Lizenzentzug bis zu 3 Jahren geahndet. Zur Begründung sagte der Tourismusminister der Balearen, Iago Negueruela, dass man Zustände wie die feiernden Menschenmassen an der Playa de Palma am Freitagabend und insbesondere die dort in vielen Lokalen veranstalteten Partys nicht mehr haben wolle. Auf Touristen die sich trotz der bekannten COVID-19-Pandemie weder an Abstandsregeln noch an die Maskenpflicht halten, „können wir gerne verzichten“, so der Minister wörtlich. Dies gelte auch für die Inhaber der Bars, die solche Zustände zulassen. Auch diese Art Gastronomie brauche und wolle Mallorca nicht, so der Minister. Weiter sagte er, dass die Regierung der Balearen es nicht zulassen werde, dass das Verhalten einiger Urlauber und Lokalbesitzer die Anstrengungen der Menschen auf den Balearen im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufs Spiel setzen. Deshalb werde Mallorca mit aller Härte gegen solche Zustände wie am vergangenen Wochenende vorgehen. Dies habe man auch den Reiseveranstaltern sehr deutlich mitgeteilt.

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