Pedro Sánchez: Wiedereröffnung der Grenzen ist ein kritischer Moment

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hält die Wiedereröffnung der Grenzen für einen „kritischen Moment“. Dies sagte er gestern nachmittag bei seiner Pressekonferenz nach einer Videokonferenz mit den Präsidenten der autonomen Gemeinschaften. „Wir haben das Virus in Europa in die Enge getrieben, aber das Risiko ist nicht verschwunden. Eine zweite Welle ist möglich und mit einem gewissen Risiko verbunden“, so Sáchez weiter. Er bat die Bevölkerung nochmals um Verantwortung beim bevorstehenden Eintritt in die „neue Normalität“ am kommenden Montag. Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich, dass eine neue Infektions-Welle vermieden werden kann. „Wenn es Ausbrüche gegeben hat, haben die Gesundheitssysteme der Autonomen Gemeinschaften sie bisher schnell erkannt; die Früherkennungsmechanismen funktionieren“, so der Premier. Auf die Frage, ob es bei einer eventuellen 2. Welle der Pandemie einen neuerlichen Alarmzustand geben könne, antwortete er: „Ich schließe nicht aus, dass der Alarmzustand in Zukunft möglicherweise nochmals benötigt wird, aber das ist nicht meine Absicht“.

Sánchez kündigte zudem eine Reihe weiterer Maßnahmen der Zentralregierung in Madrid an. So soll der Schulunterricht im September normal fortgesetzt werden, „in einer sicheren und gesunden Umgebung, mit Notfallplänen von Schulen, um das Ansteckungsrisiko zu verringern“ so Sánchez. Man wolle sicherstellen, dass die Rückkehr der Schüler und Studenten in die Klassen „mit voller Sicherheitsgarantie“ gewährleistet ist. Zudem kündigte er einen Hilfsplan für den spanischen Automobilsektor an, der ein Volumen von 3,75 Milliarden Euro haben soll. Details dazu sollen am heutigen Montag vorgelegt werden. Auch ein Plan zur Ankurbelung des Tourismussektors, der von der Coronavirus-Krise besonders schwer getroffen wurde, sei in Arbeit.

 

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