Salvador Illa lehnt Vorziehen der nächtlichen Ausgangssperre auf 20:00 Uhr ab – Calpe kritisiert Schließung der Gastronomie

Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa hat eine Änderung der Bedingungen des Alarmzustandes in Spanien vorerst abgelehnt. Diese Modifikation durch die Zentralregierung in Madrid wäre notwendig, um die von vielen Autonomen Gemeinschaften geforderte Änderung der nächtlichen Ausgangs-Sperrzeiten umzusetzen (wir berichteten hier darüber). Illa sagte aber zu, diese Anfragen im Detail anzusehen und zu bewerten. Er begründete seine Ablehnung auch mit dem Hinweis darauf, dass es in der Corona Krise „nicht sinnvoll“ sei, jede Art von Maßnahme sofort anzuwenden, sondern man den bereits umgesetzten Maßnahmen auch die Zeit geben müsse, zu wirken. Illa zeigte sich auf der heutigen Pressekonferenz davon überzeugt, dass Spanien diese „3. Welle“ brechen werde und man bereits sehen könne, dass sich das Wachstum der Infektionszahlen abschwäche. Aktuell liegt die sogenannte Inzidenz in Spanien bei ca. 736/100.000. Grund ist hier allerdings laut dem Minister auch die inzwischen sehr hohe Anzahl von über 3000 Tests pro 100.000 Einwohnern.

Zu den gestern angekündigten Verschärfungen und der damit verbundenen Schließung der Gastronomie ab morgen meldete sich heute auch Calpes Bürgermeisterin Ana Sala zu Wort. Sie kritisierte diesen Beschluss, da er ihren Worten zufolge eine ganze Branche „versenkt“, die „nicht die Hauptinfektionsursache“ der Covid-19 Verbreitung sei. Sala bezeichnete die gestern beschlossene Schließung der Gastronomie wörtlich als „nicht korrekt“. Zudem zeigte sie sich enttäuscht, dass ihr Antrag auf Schließung der Bildungseinrichtungen bis Ende Januar nicht berücksichtgt wurde.

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