Spanien beginnt ab 27. Dezember mit Impfungen gegen SARS-CoV-2 – Personen ohne SIP Karte außen vor?

Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa teilte heute auf einer Pressekonferenz mit, dass die SARS-CoV-2-Impfstoffe ab 26. Dezember in Spanien verfügbar sein werden und das Land am 27. Dezember mit der Impfung der Bevölkerung beginnen werde. Die Impfstoffe werden seiner Aussage nach im ganzen Land „gerecht verteilt“. Die Impfungen sollen nach einem Stufenplan erfolgen, wobei zuerst die am meisten gefährdeten Personengruppen geimpft werden sollen. Bis Sommer soll dann ein Großteil der spanischen Bevölkerung geimpft sein, so dass eine sogenannte „Herdenimmunität“ gegen das Coronavirus erreicht werden kann. Der Gesundheitsminister wies in der Pressekonferenz darauf hin, dass die Ankunft des Impfstoffs zwar der „Beginn des Endes der Pandemie ist aber noch nicht das Ende der Pandemie“. Er forderte alle Einwohner Spaniens auf, weiterhin die Regeln einzuhalten und „wachsam“ zu sein um Infektionsübertragungen weiter zu verhindern.

Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang auch, dass in Spanien nur solche Personen geimpft werden sollen, die eine Gesundheitskarte – eine sogenannte SIP Karte – besitzen. Dies schließt damit einen Großteil der ausländischen Einwohner Spaniens (großteils Residenten) aus, wenn diese nicht im spanischen Gesundheitssystem registriert, sondern privat versichert sind. Wie bei diesen Personen eine Impfung vollzogen werden kann oder soll und welche Kosten dabei ggfs. entstehen, ist bisher nicht bekannt. Im bisher bekannten „Impfplan“ der spanischen Regierung ist diese Personengruppe nicht aufgeführt.

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4 Kommentare

  1. Es kann jeder mit einer günltigen Anmeldung ( empadronamiento) eine zeitlich begrenzte Sipkarte im centro salud bekommen.lg

    1. Danke fuer die Info. In der Vergangenheit wurde man damit dann automatisch Teil des SIP, sprich mit allen Rechten und Pflichten. Genau das wollte niemand.
      Das Impfkonzept der EU sieht vor, das alle, zumindest Eu Buerger, gleichberechtigt nach Prioritaet zu der einheimischen Bevoelkerung, zu impfen sind.
      Unsere Deutsche Botschaft macht mal wieder, wie ueblich, nichts.
      Gruesse Terrol

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  2. beim Impfen sollte doch der Schutz aller Menschen
    im Mittelpunkt stehen, unabhängig davon welchen Aufenthaltsstatus sie haben .
    Ich gehöre zu einer Risikogruppe, 82 Jahre, Krebs
    und chronische Vorerkrankung. Spanien ist mein einziger Wohnort und Lebensmittelpunkt. Wohin soll ich zum Impfen gehen?
    Hoffentlich lässt sich die Regierung noch etwas einfallen.
    Dem Calpe Team noch einen ganz herzlichen Dank für die laufenden Informationen und ein besseres 2021

    1. Wenn Calpe Dein einziger Wohnort ist, dann müsstest Du ja auch Resident sein und dann wie jeder Spanier behandelt werden.
      Diejenigen, die zwar das ganze Jahr hier wohnen, aber so locker sagen,sie seien nur Langzeiturlauber und keine Residenten, sind eigentlich illegal im Land, denn mit einem gültigen Ausweis eines Mitgliedstaates der EU, darf man sich nur bis zu
      3 Monaten in einem anderen
      EU Mitgliedstaat aufhalten.

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