Die spanische Corona-App, über die wir bereits hier berichtet haben, nimmt konkretere Formen an. Die Regierung in Madrid hat angekündigt, dass bis Mitte Juli auf der Kanaren-Insel La Gomera ein Pilotversuch zum Test der Funktionalität der App durchgeführt werden soll. Bei diesem Test sollen etwa 3000 Menschen die App auf ihren Smartphones installieren und man will dann künstlich eine „Pandemie“ von 10% der App-Benutzer, also etwa 300 Personen, simulieren. Mit diesem Versuch soll die App unter realen Bedingungen getestet, eventuelle Fehler gefunden und die Funktion entsprechend den Resultaten dann final optimiert werden. Zur Funktionweise wurden gestern auch einige weitere Details bekannt. Wie hier beschrieben, verwendet die App die Bluetooth-Verbindung des Mobiltelefons, um anonyme Kennungen an andere Telefone zu senden und von diesen auch zu empfangen. Die Zeitdauer und Distanz, ab wann die App diese Daten speichert, ist Teil des Testversuches und diese Parameter werden anhand der Test-Resultate dann festgelegt. Wenn nun Mobiltelefone über einen bestimmten Zeitraum hinweg mit einem anderen Mobiltelefon in „näheren Kontakt“ waren (was auf eine Infektionsmöglichkeit hinweisen würde), behalten diese Telefone die zwischen ihnen ausgetauschten Kennungen für einen bestimmten Zeitraum im Telefon-Speicher. Sollte bei einem der Benutzer durch einen Test eine Covid-19 Infektion festgestellt werden, wird der Telefoninhaber gebeten, seine Zustimmung zu geben, dass an alle Mobiltelefone, deren Daten aufgrund oben beschriebener „näherer Kontakte“ in seinem Handy gespeichert sind, ein anonymer Hinweis mit Informationen zum weiteren Vorgehen versendet wird. Während des Testsversuchs auf der Insel La Gomera sollen nun genau diese Szenarien fiktiv hergestellt werden, um festzustellen, wie zuverlässig die App funktioniert und ob es für die Testteilnehmer einfach ist, die App zu benutzen und die Anweisungen zu verstehen. Verläuft der Test erfolgreich, rechnet die Regierung in Madrid damit, dass die App im September oder Oktober allgemein verfügbar sein könnte. Die spanische Datenschutzbehörde wird an diesem Pilotprojekt und der Bewertung der Ergebnisse direkt beteiligt sein, um sicherzustellen, dass bei Veröffentlichung der Corona-App alle EU-Datenschutzbestimmungen eingehalten werden und kein Nutzer diesbezüglich Bedenken haben muss.

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