Spanien: Sexualstrafrecht erheblich verschärft – hohe Strafen drohen bereits bei ungewollter Berührung

Spanien hat das Sexualstrafrecht erheblich verschärft. Dies hat auch Auswirkungen auf das Verhalten im Alltag. So ist es praktisch bei jeder zwischenmenschlichen Aktion nun absolut verpflichtend, die ausdrückliche Zustimmung des Gegenübers einzuholen. Dabei ist es egal, ob es um einen flüchtigen Kuss, nur eine Berührung am Körper oder eine Umarmung handelt, die als sexuelle Belästigung ausgelegt werden könnte. Sexuelle Handlungen jeglicher Art benötigen dem neuen Gesetz nach jetzt die ausdrückliche Zustimmung aller beteiligten Personen, ansonsten kann dies als Vergewaltigung bestraft werden. Darauf stehen in Spanien bis zu 15 Jahre Gefängnis. Im Alltag kann schon allein die Unart, einer Frau auf der Straße hinterher zu rufen oder zu pfeifen oder „unangemessene“ Worte zu verwenden aber auch bereits ein anzügliches Kompliment oder das Anfassen der Bedienung – z.B. in der Gastronomie – jetzt zu einer Anzeige und damit zu erheblichen Strafen führen. Wie sich das neue Gesetz im Alltag auswirken wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls sollte jedem Mitmenschen in Spanien klar sein, dass jede Art von Berührung, für die kein ausdrückliches „Ja“ besteht sowie jede Art der Kommunikation mit seinem Gegenüber, die als sexuelle Anspielung gedeutet werden könnte, in Spanien durch das neue Gesetz zu erheblichen Strafen führen kann. Dies gilt auch für Touristen und/oder Residenten im Land.

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