Spanien und die Corona-Politik – Schluss mit den unsinnigen Maßnahmen – ein Kommentar

Was ist passiert in Spanien seit Ende des Alarmzustandes? Pedro Sanchez ist wochenlang abgetaucht, genießt seinen Urlaub und delegierte die Verantwortung zur Handhabung der Corona-Krise auf die autonomen Gesellschaften. Und was taten die? So gut wie nichts – man reagierte auf Situationen mit den allüblichen Heilmitteln der Politik, die da heißen: neue Beschränkungen bis hin zur (aus virologischer Sicht) unsinnigen Maskenpflicht im Freien, wo die Luft sowieso dafür sorgt, dass die Ansteckungsgefahr fast bei Null liegt. Und dann, als wenn Covid-19 durch Raucher übertragen würde, kommt auch noch das Rauchverbot im öffentlichen Raum. Gebracht haben all diese heißgestrickten Maßnahmen nicht viel. Man bedenke: der Alarmzustand endete und man schaute zu, wie Massen von Touristen – angeblich unter „sicheren Bedingungen“ –  Spanien quasi „stürmten“. Abgesehen von den vielen Inlands-Touristen, die es an ihren 2. Wohnsitz an die Küste zog oder die beschlossen, nach der langen Haft endlich Urlaub an den Stränden zu machen, kamen unzählige ausländische Touristen – meist mit dem Auto – die unbehelligt über die Grenzen fuhren und die Küstenregionen bevölkerten. Covid-19 Kontrollen gab es an den Flughäfen, aber an den Binnengrenzen, über die die Massen der Touristen einreisten, gab und gibt es keinerlei Kontrollen. Was die Gastronomen aufgrund der doch beachtlichen Anzahl von Touristen im August vielleicht noch gefreut haben mag, hinterließ, jetzt, Anfang September, eine Vielzahl an steigenden sogenannten „Infektionsfällen“. Nachdem von Deutschland und anderen Ländern erst Madrid und dann einige Gebiete der Costa Brava zu sogenannten „Risikogebieten“ erklärt wurden, wurde diese Deklaration schnell auf fast das gesamte spanische Territorium ausgeweitet. Gestern kamen dann noch die Kanarischen Inseln dazu und somit ist die Reisewarnung für Spanien damit komplett. Allein wegen sogenannter Infektionszahlen, die noch lange nicht bedeuten, dass jemand krank ist! Die Gastronomie jedenfalls realisiert jetzt, nach diesen  Reisewarnungen, dass die Saison 2020 definitiv vorbei ist. Die Frage der Fragen bleibt: ist eine Corona-Covid-19-Infektion wirklich so schlimm?

Steigende Infektionszahlen sind mittlerweile insbesondere auch dadurch begründet, dass viel mehr getestet wird als noch im März, April oder Mai diesen Jahres. Und, ja, es ist vor allem richtig, zu wissen, dass die Krankenhäuser (momentan) keine Überbelastung an Einweisungen wegen Covid-19 melden. Auch die Todeszahlen sind stabil auf ganz niedrigem Niveau. Und nun? Ist das wirklich alles so schlimm? Ein weiterer Lockdown mit Hausarrest aufgrund dieser Zahlen würde das Land wirtschaftlich definitiv vernichten. Er ist auch gar nicht nötig, folgt man den Empfehlungen namhafter Virologen und Ärzten. Also, was tun mit diesen sogenannten „Infektions-Zahlen“, die in vielen Medien tagtäglich in reißerischer Aufmachung publiziert werden? Ist das wirklich so gefährlich und wenn, reichen die Beschränkungen, die beschlossen wurden, zur Eindämmung einer „unkontrollierten Verbreitung des Virus“ aus? Keiner weiß es und über allem schwebt immer noch und gerade jetzt das Schwert eines neuen Alarmzustandes. Man weiß ja nie, welchen Aktionismus Politiker entwickeln…. Frage: Was wurde eigentlich von den Regierenden der autonomen Gemeinschaften getan in den letzten Monaten seit Ende des Alarmzustandes? Was genau wurde vorbereitet, um dieser Pandemie zu begegnen, sie einzugrenzen? Wenn man, Stand heute, eine Bilanz ziehen müsste, kann man nur sagen: nichts sinnvolles bis wenig  effektives. Aktionismus, wenn es „eng“ wurde, aber sonst nichts, was Substanz hätte. Spanien ist also heute, neben Frankreich, wieder der Hotspot der Corona-Neu-Infektionen Europas. Aber, und das muss man wissen: Infektion bedeutet aktuell bei weitem nicht, dass die infizierte Person überhaupt Symptome hat. Trotzdem oder gerade deshalb: ich sehe keinen, der eine Idee hat, wie man diese Infektions-Welle brechen kann. Hier rächt sich das, was sich durch Spaniens Mentalität auch in vielen anderen Bereichen zeigt: man ist gut im Improvisieren, aber an konkreten – sinnvollen – klaren Vorgaben, die Schritt für Schritt umgesetzt werden, mangelt es, übrigens nicht nur beim Thema Corona. Wenn Spanien nicht schnell eine handlungsfähige Zentral-Regierung bekommt, die sich um die Belange des Landes und die korrekte Einordnung der sogenannten Covid-19-Infektionszahlen kümmert, anstatt für ihren eigenen Machterhalt zu arbeiten, wird dieses Land diese Pandemie nie beherrschen oder gar beenden. Spanien braucht Neuwahlen und eine Regierung des nationalen Aufbaus, die daran interessiert ist, den Bürgern zu sagen, was Sache ist und dann die vorhandenen Herausforderungen im Sinne der Bürger des Landes angeht und auch löst. Weder Pedro Sanches noch die Opposition sind dazu offensichtlich in der Lage. Viele Regional- und Kommunalregierungen hier im Land übrigens auch nicht…

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Masken schützen eventuell vor einigen bakteriellen Infektionen – vor Covid-19-Viren schützen die, die wir aufsetzen sollen, sicherlich nicht! Das haben namhafte Wissenschaftler mittlerweile zweifelsfrei nachgewiesen. Viren fliegen selbst durch chirurgische Masken wie durch ein Fenstergitter. Will man uns also nun mit diesem „Maulkorb“ noch monatelang durch die Straßen laufen lassen? Maskenpflicht da, wo viele Menschen auf engem Raum zusammen kommen – einverstanden, das mag Sinn machen, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, denn, aufhalten kann und sollte man die Infektion der Bevölkerung nicht. Masken generell? Totaler Unsinn!

Leute, wir müssen verstehen, dass dieses Virus nun eben da ist und die einzige Hoffnung darin besteht, dass sich viele Menschen eben infizieren (müssen) und dadurch dann immun werden. Das Virus ist ein Corona-Virus, also, pauschal gesagt, ein Grippe-Virus. Corona Viren gibt es schon seit Jahrzehnten. Wenn wir in diesem Land nicht zügig zu einer allgemeinen Immunität kommen, wird das nie enden. Dazu muss man vornehmlich ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen schützen und auch die, die  aufgrund von Vorerkrankungen wirklich gefährdet sind. Und „der Rest“ MUSS sich infizieren und damit dann (hoffentlich) immun werden. Das leuchtet mittlerweile wohl Jedem ein und das ist, was renommierte Virulogen und Ärzte mittlerweile empfehlen. Deshalb muss man also nicht eine ganze Gesellschaft in Zwangshaft nehmen. Wollen wir auf eine Impfung im Winter 2020 oder im Jahr 2021 warten und damit und bis dahin alles an die Wand fahren, was momentan wirtschaftlich noch übrig ist? Wer hat in Spanien den Mut, das auszusprechen und dann politisch auch umzusetzen? Ich persönlich glaube, man wird hier in Spanien weiter versuchen, sich irgendwie mit blindem Aktionismus durchzuwursteln und Infektionsfälle, die angeblich so gefährlich sind, als Alibi einer nicht vorhandenen Strategie für weitere unsinnige Maßnahmen benutzen. Aber, die Proteste – auch in Spanien – zeigen, dass dies so nicht funktionieren kann, denn dieses Virus ist mittlerweile weitaus weniger gefährlich, als uns noch vor einigen Wochen suggeriert wurde. Wann endlich reagiert die Politik darauf und schafft die Voraussetzungen für einen angemessenen Umgang mit diesem Virus. Wann endlich beginnt die spanische Regierung damit, dieses Virus als das zu sehen, was es ist: eine Herausforderung, die so gemeistert werden muss, dass am Ende noch Existenzen übrig bleiben, die dieses Land wirtschaftlich wieder auf Kurs bringen. Wer hat den Mut, das auszusprechen und dann auch politisch umzusetzen. An dieser Frage wird sich entscheiden, wie Spaniens Zukunft aussieht. Ich bin gespannt.

T.J.B.

Teilen & weiterleiten
Sie möchten aktuell informiert sein, was in Calpe und Umgebung passiert?
Dann können Sie hier unseren wöchentlichen Newsletter gratis abonnieren.

Klicken Sie ganz einfach hier.
Unser Newsletter ist GRATIS und eine Abmeldung ist jederzeit ganz einfach möglich.

8 Kommentare

  1. Avatar

    Das ist gut geschrieben vom Redakteur. Aber wenn man die verschiedenen Gemeinden sieht die nicht Mal die einfachsten Dinge fertig bringen in nützlicher Frist wie Parkplatz Reglemente oder Zentrale Briefkasten oder ein Abfallreglement dass es nicht bei jeder Strassenecke aussieht wie in einer Kehrichtgrube mag ich daran zweifeln dass die Behörden eine Krise wie mit Covid hinkriegen. Jeder auf der Gemeinde ist für seinen Machterhalt selber beschäftigt und deshalb kommen ihnen dann schnell zum Teil unsinnigen Massnahmen in den Sinn damit man meint och die reagieren schon. Irgendwas wird dann hingewurstelt mit der Idee morgen löst sich dann plötzlich das Problem. Mit der Idee der Regierung die Leute aus den Hotspot von Madrid an die Küste zu.lassen und die Ausländer am liebsten nicht ins Land zu lassen wurde das Volk beruhigt. Als ob nur die Ausländer das Virus ins Land gebracht hätten. Leider sind die zahlungskräftigen Ausländer in ihrer Heimat und die Inländer haben nicht den großen Umsatz in den Restaurants und Hotels gebracht. Womit auch? Die haben ja die meisten kein Geld mehr.

    107
    50
  2. Avatar

    Ich verstehe das auch nicht das man in der Öffentlichkeit nicht mehr rauchen darf.Ist das der Regierung nicht klar,das jeder restaurant jeden Cent angewiesen ist.Wenn man nicht mehr rauchen darf,bleibt man auch nicht länger sitzen,sondern geht nach einem Getränk.Und wer hat Mal wieder das nachsehen.Die Restaurantbesitzer.Das sollte man auf die schnelle kippen.Weil so kann das nicht gehen,das Sie kein Geld verdienen. Du

    9
    1
  3. Avatar

    Sehr wahre Worte. Vielleicht müssen auch hier in Spanien die Menschen aktiver werden. Ansonsten ist eine Wegänderung kaum zu erwarten.

    7
    5
  4. Avatar

    In Wirklichkeit tragen auch die einfachen Masken einer Reduktion der Tröpfcheninfektion (45% der Übertragungen, ich sage nicht mit 45%!). Wie sich die durch Aerosole verursachte Infektion (andere 45%, hier aber Respirator >ffp2 notwendig) verhält, kann man beobachten/beriechen in der Nähe der Raucher, wo es Draußen nicht do lange stinkt und nur um den Raucher am stärksten ist und in Abhängigkeit von der Luftströmung bzw. Wind in die gegebene Richtung unter Verdünnung bald verschwindet, aber die Quelle bleibt… . Zu vergleichen ist diese Situation mit Innenräumen wo der Rauchergestank stundenlang „liegt“ je nach Lüftung und AC… . Die letzten 10% sind Schmierinfektion.

    Wie es scheint, mildere Verläufe sind zurückzuführen auf das vernünftige Verhalten der Menschen, die diese Kenntnisse haben und sich durch Masken, Respiratore und verantwortungsvolles Verhalten wie Abstand und Sauberkeit leiten lassen und die IFEKTIONSDOSIS REDUZIEREN – und leider eher nicht auf die verminderte Virulenz des Virus wegen einer „glücklichen“ Mutation (dabei ist interessant, daß dies möglicherweise bei dem ersten SARS CoV-1 passierte).

    Danke zum Voraus für die negative Bewertung, die sowieso nichts aussagt, denn man kann unverhindert 100mal auf Daumenikone klicken und es wird alles gezählt… :-)

    26
    6
    1. calpino-team
      Author

      Danke für den Hinweis bezüglich der „Daumen-Bewertung“. Da war die IP-Sperre nicht korrekt gesetzt. Ist nun behoben und man kann jetzt nur noch einmal bewerten.

      6
      0
  5. Avatar

    Klar,jetzt sind die Raucher schuld am Coronavirus
    So ein Blödsinn!!!!
    Wir müssen alle die jetzige Situation
    akzeptieren und die Hygienemaßnahmen einhalten und müssen wir wirklich jede Massenversammlung mitmachen??
    Auf Distanz lebt es sich auch sehr gut und man besinnt sich auf das was wirklich wichtig ist.

    6
    3
    1. Avatar

      Gratuliere! Sie können lesen! Noch darüber nachdenken und Sie werden fantastisch. Um die Raucher ging’s gar nicht…

      7
      2
  6. Avatar

    DANKE —genau das ist richtig— mehr mut zur Wahrheit — das Volk wird hingehalten –Existenzen vernichtet — man leidet mit, wenn man sieht wie die Polizei da zuschlägt — wann werden sie sich weigern ???
    Servus aus Bayern. Fam.Baur

    0
    1

Comments are closed.

Hier geht es zurück zur Startseite von calpino.com

❤ Wir freuen uns über die vielen positiven Rückmeldungen unserer Leser zu dieser Webseite. Danke für Ihre Vertrauen! Ihre Redaktion.
deniadoctor.eswir brauchen Sie
Mit Absenden eines Kommentars genehmigen Sie die Datenverarbeitung durch diese Webseite und akzeptieren unsere Datenschutzbestimmungen
Die Kommentare werden vor Veröffentlichung gemäß unseren Nutzungsbedingungen moderiert.